Computerspiele

Montag, 19. Oktober 2009

Gedanken Klappe die 2.

Die ganze Diskussion über sogennante "Killerspiele" hat mich zum Denken angeregt.

Killerspiel, macht dieses Wort überhaupt Sinn?

Menschen, die durch Amokläufe Angehörige verlohren haben oder einfach nur verzweifelte Menschen, die selbst nicht wissen wie und warum solche Dinge passieren bezeichnen einen Ihrer Sündenböcke als "Killerpiel"
Lobbyisten und auch Politiker greifen diese Themen auf, sie stellen fest, dass sich mit einem solchem Thema vordergründig Politik machen lässt. Man bringt in den Medien immer wieder Computerspiele und Amokläufe zusammen und manipuliert so die Meinung einiger Leute. Dann versucht man durch Verbote zu zeigen, dass etwas getan wird. Schließlich ist das ein Weg der bisher wenigen weh getan hat. Denn wirklich etwas in der Gesellschaft zu verändern, dass würde wesentlich mehr Geld und Anstrengung kosten. Ebenso wäre es wohl nicht so Medienwirksam.

Was wird nun gemeinhin als Killerspiel bezeichnet?
Gesagt wird ja immer, Spiele die das töten von Menschen simulieren. Ich konnte mit dieser Definition kein einziges Spiel finden. Schließlich wäre es ja ein Spiel vergleichbar mit einer Hubschraubersimulation, bei der das Fliegen von Hubschraubern simuliert wird.
Stattdessen verweist man mich auf Counter Strike. Aber da wird doch nicht das töten von Menschen simuliert. Das ist ein Strategiespiel. Da werden Strategien simuliert. In dem Spiel ist es wichtig schnell ragieren zu können, mit seinen Mitspielern eine Strategie zu Entwickeln vor den Anderen ein Terretorium zu erobern. Im Gegensatz zu dem, was immer behauptet wird sind diese Spiele nur was für Leute, die gute Teamplayer sind, bzw. um es mal umgangssprachlich auszudrücken "Was auf dem Kasten haben".

Ich selbst habe das Spiel ausprobiert und auch noch einige andere Egoshooter sowohl alleine zu spielen als auch im Team. Ich muss zugeben, das ist schwer und wohl nicht meine Stärke, also habe ich diese Kategorie Spiele für mich wieder ad Akta gelegt.
Ich sehe allerdings gern Freunden beim Spielen zu. Es ist interessant festzustellen, das jeder seine ganz eigene Taktik und seine eigenen Ideen hat.

Jezt wird immernoch angeführt, dass in den Spielen auf Menschen geschossen wird. Das kann man aber so auch nicht sagen. 1. Sind es Spielfiguren, die so aussehen wie Menschen. 2. Wird man selbst oft genung erschossen. Das kann man ja kaum als Real ansehen wenn man immer wieder aufsteht und von vorne anfangen kann, bzw. weiterspielen kann.

Nun, ich selbst spiele gern Spiele wie Resedent Evil - schon der erste Teil dieser Spielereie zählt zu meinen Lieblingen. Auch solche Spiele werden von manchen Leuten als "Killerspiele" bezeichnet. Dabei sind das Phantasiewelten, Horrorfilme haben doch ähnlichen Flair. Auch das sind sehr anspruchsvolle Spiele und auch die Grafik begeistert mich immer wieder aufs neue.
Und ich will auch keine abgespeckte Version bei denen Männchen blinken und verschwienden. Das trägt nicht zur Spannung im Spiel bei. Das muss schon gruselig sein.

Aber (und wenn ich die Medien so verfolge, seltsamerweise) ist mir noch nicht der Gedanke gekommen eine Waffe zu nehmen und damit auf reale Leute zu schießen.
Das ist ja auch kein Spiel. Und wirklich jeder mündige Bürger kann Realität und Spiel auseinander halten. Sollte diese Sinneswahrnehmung beeinträchtigt sein, ist noch nicht einmal die so verteufelte "Gesellschaft" schuld, sondern es liegt eine psychische Störung vor. Dann kann sich der Jenige aber genausogut, bei einem für Kinder geeigneten Spiel wie Spyro, für einen Drachen halten und von Hochhaus springen. Oder schlimmer...

Erwähnt habe ich die Mündigkeit eines Bürgers. Die Spiele sind ab 18. Was aus meiner Sicht Sinn macht. Ab 18 sollte man eine Mündigkeit erreicht haben, die einen befähigt zu entscheiden was einem gut tut und was nicht. Man kann, nicht nur Im Sinne der Entscheidungsfreiheit, entscheiden, sondern man hat auch im Laufe der Zeit bis zum 18. Lebensjahr gelernt wie man richtig entscheidet.
Wenn nun die Gesellschaft und dass sind wir alle: Eltern, Lehrer, Geschwister, Nachbarn, Bekannte, oder auch Fremde sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Dann sind Verbote unnötig. Dann kann diese Form von Spielen, die auch eine Form von Kunst darstellt, existieren, ohne als Sündenbock für Verzweiflungstaten gerade stehen zu müssen.

Nun müssen wir feststellen, dass "Killerspiel" kein Wort ist, dass gerechtfertigter Weise für bestimmte Computer und Konsolenspiele steht. Bitte lasst solche Beleidigungen in Zukunft. Ich bin nicht gewalttätig und auch nicht dumm.

Im Gegenteil. Ich setzte mich gegen Umweltversmutzung ein, wünsche mir, dass jeder Mensch mit sich und der Welt in Einklang lebt und glaube an den gesunden Menschenverstand.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Killerspiele? Sündenbock oder Kunst?

Gerade habe ich in der Stuttgarter Zeitung (online) den Artikel gelesen: Aktionsbündnis Winnenden
Beleidigende E-Mails wegen geplanter Aktion
dpa/lsw, veröffentlicht am 15.10.2009


hier zum Nachlesen: Artikel

Am Samstag den 17.10.2009 ist vom Aktionsbündnis Winnenden eine Aktion geplant, bei der sogenannte "Killerspiele" in einer Tonne gesammelt und anschließend vernichtet werden sollen.

Hier die Information zur Aktion selbst: Aktion

Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung (online) hat mich doch sehr berührt.
Vorstand Hardy Schober, der bei dem Amoklauf seine Tochter verloren hat [...]
Das ist furchtbar. Trauer und Hilflosikeit sind sicher ständige Begleiter dieses Mannes. Allein bei der Vorstellung solche Dinge könnten einem selbst geschehen, dreht sich mir der Magen um.

Klar liegt es nun nahe, einen Sündenbock zu suchen. In schlimmen Situationen reagieren wir Menschen so. Er hat die oben erwähnten Spiele zum Sündenbock erklärt.

Sicher würde auch er, wenn er wieder ein wenig emotionalen Abstand bekommen könnte erkennen, dass die Spiele selbst gar keine Schuld tragen und auch niemenden Schaden. Wenn er sie denn nur als das sehen könnte was sie wirklich sind, eben Spiele und eine Form von Kunst.

Aber der nötige Abstand fehlt. Darum wurde sicher auch vergessen, dass es hier nicht nur abstrakt um Spiele geht. Es geht um Menschen, die gerne diese Art von Spiele Spielen.

Diese Menschen fühlen sich stigmatisiert, als potentielle Amokläufer und Mörder. Aber das sind sie ja nicht. sicher ist das auch nicht die Absicht von Herr Schober. Leider hat die Aktion aber genau diese unterschwellige Botschaft.

Und nun kochen im Gegezug die Emotionen der Leute über, die hier indirekt stigmatisiert werden.
Vorstand Hardy Schober, [...] sagte am Donnerstag: "Mit so viel Bosheit habe ich nicht gerechnet. Betroffene Hunde bellen."
Wie würden Sie reagieren?
Er überlege sich für die Aktion am Samstag einen privaten Sicherheitsdienst zu engagieren, weil es im Bündnis Bedenken wegen möglicher Übergriffe gebe
Herr Schober, diese Leute sind genauso aufgewühlt wie Sie. Sie wollen Ihnen nichts böses. Einen Sicherheitsdienst braucht keiner.

Versuchen Sie sich jeweils ein wenig in den Anderen hineinzuversetzen. Ich hoffe ich konnte mit dem Blogeintrag hier dazu beitragen.

Auch die Piraten haben eine Aktion geplant: Pirateninfo

Alle Beteiligten werden sich gegenseitig mit Respekt behandeln.

Viel Erfolg.

Meine persönliche Meinung ist, dass auch die schlimmste verletzung eine "Bücheverbrennung" nicht rechtfertigt. Auch wenn ich Verständnis für die Trauer habe, eine solche Aktion ist fehl am Platz.

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